VISCERAL BLEEDING –“REMNANTS OF DEPRIVATION”
Ein weiterer Vertreter des übergreifenden Amerikanismus auf europäisches Territorium sind VISCERAL BLEEDING aus Schweden. Und die sind garantiert die Letzten, die sich gegen diese Aussage wehren würden. „Remnants Of Deprivation“ enthält dann auch erwartungsgemäß viel SUFFOCATION, in erster Linie aber eine DEEDS OF FLESH Infusion und dazu DYING FETUS am Mikro, was für ne gehörige Portion Groove sorgt. Klingt vielversprechend, nicht wahr? Müssen die Knaben nur aufpassen, ihre eigene Identität nicht zu verlieren. Aber darüber sollte man sich im Moment keine Sorgen machen, dafür steht eh jeder selbst gerade. Produziert ist die CD mit einem guten Händchen für technisches Geschick, das die Feinheiten gut heraushebt und auch Solis nicht verloren herumhängen lässt. Vom Bass könnte es ruhig ein bisschen mehr geben, aber sonst dürfte nicht viel zu mäkeln sein. Na gut , eins vielleicht noch, die Spielzeit. Die ist meines Ermessens mit nicht mal 27 Minuten viel zu kurz für ein komplettes Album. Ist zwar heute gang und gebe, aber daran werde ich mich nie gewöhnen. In musikalischer Hinsicht werde ich mich aber hüten, da reinreden zu wollen, zumal die Mucke genau meinen Nerv trifft und brutalen Death Metal mit technischen Spielerein und der richtigen Portion Solos mixt. Auch wenn ich mir für ´s nächste Mal eine stärkere eigene Note wünsche, kann ich nur sagen, gut gemacht! Schweden ist im Aufbruch einen völlig neue Musikergeneration hervorzubringen und diese Welle möchte ich um nichts verpassen.
Retribute Records